Die Eroberung Jerusalems 1099 durch Kreuzfahrer - das geplante Massaker
Das Massaker von Jerusalem 1099
Französische Miniatur um 1450
1. Kreuzzug. Das Massaker in Jerusalem


Albert von Aachen
über die zweite Phase der Einnahme von Jerusalem durch sogenannte Kreuzfahrer am 15. Juli 1099.

"Nach dem fürchterlichen und blutigen Hinmorden der Sarazenen, von denen dort (im Tempel) zehntausend erschlagen wurden, kehrten die Christen siegreich vom Palast zur Stadt zurück und machten nun viele Scharen von Heiden, die in ihrer Todesangst versprengt durch die Gassen irrten, mit dem Schwert nieder. Weiber, die in die befestigten Häuser und Paläste geflohen waren, durchbohrten sie mit dem Schwert. Kinder, noch saugend, rissen sie an den Füßen von der Brust der Mutter oder aus den Wiegen und warfen sie an die Wand und auf die Türschwellen und brachen ihnen das Genick. Andere machten sie mit den Waffen nieder, wieder andere töteten sie mit Steinen. Kein Alter und kein Geschlecht der Heiden wurde verschont. Wer zuerst in ein Haus oder einen Palast eindrang, behielt diesen in seinem Besitz, mit allem Gerät, mit Getreide, Gerste, Wein und Öl, Geld und Kleidern und allen Besitztümern. So wurden die Pilger Herren und Besitzer der ganzen Stadt."

Verklärung des Kreuzzugs im 19. Jahrhundert
Gottfried von Boullions Einzug in Jerusalem. Bild und Text 19. Jahrhundert,